Zeitschrift des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen e.V.:
Hinter der Weltstadt.
Mitteilungen des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen.
- Erscheint vierteljährlich
- ca. 30-40 Seiten, illustriert
- Auflage: 500 Exemplare
- Preis variabel (bestellen)
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Schriftenreihe des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen e.V.:
edition friedrichshagen 10
Heinrich Hart, Julius Hart: Erinnerungen aus der Frühzeit der literarischen Moderne /1880 bis 1900/
- Berlin-Friedrichshagen u. Letschin-Ortwig, Märkisch-Oderland: Müggel-Verlag Rolf F. Lang.
- 2005 (edition friedrichshagen 10 / Kulturhistorischer Verein Friedrichshagen e.V.)
- Format A5, 151 S, s/w Abb., Umschlag kartoniert
- ISBN 3 - 9806805-9-2
- Preis: 12,80
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Inhalt
Vorwort
Julius Bab: Ansprache zur Feier des 70. Geburtstages von Julius Hart (1929)
Heinrich Hart: Literarische Erinnerungen Aus den Jahren 1880-1905
Die neue Literatur
Wir Westfalen
Julius Hart: Aus meinen Lebenserinnerungen. Mein erster Winter in Berlin.
Wie der Deutsche Literatur-Kalender entstand.
Die Entstehung der ãFreien BühneÒ.
Friedrichshagen I.
Friedrichshagen II.
Personenverzeichnis
Textnachweis
Vorwort
Was macht das Leben und das Werk der Brüder Heinrich (1855-1906) und Julius Hart (1859-1930) für uns heute noch interessant, um nicht zu sagen spannend? Beide betraten als blutjunge Adepten die Welt der Literatur, die sich seit etwa 1875 im Umbruch befand und mischten sich ein. Ihr Medium war die Zeitschrift, mit der sie selbstbewu§t - mitunter allzu selbstbewu§t - das literarische Geschehen in Deutschland ins Visier nahmen. "Kritische Waffengänge" (1882-84) nannten sie das wichtigste Organ ihrer publizistischen Angriffe, - einige andere waren vorausgegangen - mit dem sie gegen wirklichkeitsferne und seichte Verfertigungen einer Spa§- und Unterhaltungskultur im Buch und auf der Bühne fochten. Der Schauplatz ihrer frühen Gefechte war das aufstrebende, mächtig gärende Berliner Kulturleben der 80er Jahre; auf ihrem Panier leuchtete die Angriffsvokabel, mit der sie dann in die Annalen der deutschen Literaturgeschichte eingingen: Naturalismus.
Die zahlreichen, kurzlebigen Zeitschriftengründungen der Brüder Hart (1885: Berliner Monatshefte für Literatur, Kritik und Theater; 1889: Kritisches Jahrbuch) waren immer zugleich auch wichtige Sammelplätze für junge aufstrebende Autoren. Auf ihnen organisierten sich gewisserma§en die zahlreichen schreibenden Einzelkämpfer zu dem, was wir heute naturalistische Literaturrevolte nennen. Und die Harts waren mit ihrem ausgeprägten Sinn für literarische Qualität und ihrem Sendungsbewu§tsein, einer Entwicklung die Richtung zu geben, die Katalysatoren.
Wer aus der deutschen Provinz mit literarischen Plänen und Ambitionen nach Berlin kam, klopfte zuerst bei den Harts an die Tür; zu ihnen gehörten - um nur einige zu nennen - Lou Andreas Salom, Christian Morgenstern, Peter Hille, Erich Mühsam ... Ihr kümmerliches Quartier in der Luisenstra§e wurde zur Zentrale des "Jung-Berlins".
Ihre eigenen literarischen Arbeiten (H. Hart: Versepos "Lied der Menschheit"/1888/, J. Hart: Gedichtsammlung "Sansara"/1878/, "Homo sum"/1889/) werden in der literarischen Zunft gefeiert, allerdings ist die Zahlungsprosa des Lebensalltags damit nicht zu bestreiten. Dies leistet dann ihr Frondienst als Literatur- und Theaterkritiker bei der Berliner Zeitschrift "Tägliche Rundschau", wo sie bald eine geliebte und zugleich gefürchtete Institution werden. Julius Hart wechselt später mit dieser Aufgabe zum Berliner "Tag".
Nebenher - meistens bewerkstelligten sie ihre wichtigsten Anliegen nebenher - sind sie an der Gründung zahlloser literarischer Vereine beteiligt: 1886 "Durch!", 1889 "Freie Bühne", 1891 "Freie literarische Gesellschaft", die alle für die Durchsetzung des literarischen Naturalismus streiten.
Ihre Friedrichshagener Zeit verbindet sie vor allem mit zwei Projekten: mit der von Bruno Wille 1890 initiierten "Neuen Freien Volksbühne" und der von Wilhelm Bölsche ab 1891 geführten Zeitschrift "Freie Bühne" (heute noch als "Neue Rundschau"), dem neben der "Gesellschaft" aus München bedeutsamsten Publikationsorgan der naturalistischen Bewegung.
Um 1895/96 verlie§en sie Friedrichshagen in Richtung Berlin. Im Jahre 1900 reaktivieren die Harts mit den für diese Generation nachhaltigen "Wende-Hoffnungen" alte Friedrichshagener Freunde für die Schaffung des "Giordano-Bruno-Bundes". Und im Geiste eines neuen kulturaristokratischen Sendungsbewu§tseins gründen sie schlie§lich die erste deutsche Landkommune, die "Neue Gemeinschaft" in Berlin am Schlachtensee.
Unsere Schrift enthält eine Auswahl von autobiografischen Texten der Brüder Hart. Heinrich Harts Schriften wurde von Julius Hart nach seinem frühen Tod im Jahre 1907 in einer vierbändigen Ausgabe herausgebracht. Den umfangreichen Erinnerungsteil haben wir in unsere Auswahl aufgenommen. Für Julius Hart existiert keine vergleichbare Werkausgabe. Seine autobiografischen Aufsätze sind noch zu seinen Lebzeiten weit verstreut publiziert worden. Daher schien uns eine Sammlung seiner Erinnerungen sinnvoll. Vorangestellt haben wir eine Laudation von Julius Bab (1880-1955) auf Julius Hart zu seinem 70. Geburtstag, die jedoch den beiden unzertrennlichen Brüdern gilt.
Die Erinnerungen beider Autoren ergeben ein sehr informatives und anschauliches Bild über das literarische Berlin der 80er und 90er Jahre des 19. Jahrhunderts. Ihr feiner Humor macht den Text zum Lesevergnügen.
Friedrichshagen / Ortwig, Mai 2005 Rolf F. Lang
edition friedrichshagen 8
Susan Brantly "Laura Marholm. Ihr Leben und ihre Werke"
- hg. von Ronald Vierock, dt. Erstausgabe, ubersetzt von Albert Burkhardt,
- 210 S., Abb. Anm.
- ISBN 3-9806805-9 2
- 14,80 Euro
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Laura Mohr, Pseud. Marholm (1854-1925), lebte von Herbst 1891 bis Fruhjahr 1893 mit ihrem Mann, dem schwedischen Schriftsteller Ola Hansson in Friedrichshagen. Sie ubersetzte seine Arbeiten ins Deutsche und schrieb selbst unter dem Namen Laura Marholm. Sie zahlt zu den bedeutendsten Gestalten der deutschen Frauenrechtsbewegung um 1900.
Der Kritiker Alfred Kerr schrieb 1896 in einem seiner beruhmten Briefe aus Berlin uber sie, eine kopfstarke Person, die alles leistet, was von einer geistig Emanzipierten geleistet werden kann.
Marholm war ein bedeutendes Phanomen im Geistesleben des Fin de Siecle. Um 1895 wurde sie viel mehr gelesen als ihre heute beruhmten Zeitgenossinnen Ellen Key und Lou Andreas-Salome. Personlich und durch ihre Werke war sie damals mit vielen wichtigen Literaten in Skandinavien und Deutschland bekannt. Durch ihre Vermittlung lernte man in Deutschland mehrere skandinavische Autoren kennen. Auserdem war sie eine treibende Kraft bei der Forderung des Verstandnisses der Psychologie von Frauen wahrend der Herausbildung der Psychoanalyse.
(Susan Brantly)
edition friedrichshagen 7
Festschrift 250 Jahre Friedrichshagen, 1753-2003
- Umfang: 220 Seiten
- zahlreiche Abbildungen s/w
- kartoniert
- farbiger Umschlag
- Format: 210x210 mm
Bestellungen ab sofort: 10 EUR
edition friedrichshagen 6
Wilhelm Spohr - Briefwechsel
mit dem J. C. C. Bruns' Verlag, Minden i. W.
und Mimi Dekker/Multatuli, Amsterdam
-
Hrsg. Jaap Grave und Rolf F. Lang
- 220 Seiten, zahlreiche Abb., 12.80 EUR
Wilhelm Spohr (1868-1959): Mitglied des Friedrichshagener Dichterkreises und bis 1897 Redakteur an Gustav Landauers (1871-1919) anarchistischer Zeitung .Der Sozialist. / Lernt das gesellschaftskritisch
bestimmte Werk MULTATULIs (Eduard Douwes Dekker, 1820-1887) kennen, das als bedeutendster Beitrag der Niederlande zur Weltliteratur gilt / Wegen .Anstiftung zum Klassenhaß. wird Spohr zu einem Jahr Gefängnis verurteilt / Dort erlernt er die niederländische Sprache, einzig um Multatuli für den deutschen Sprachraum zu übersetzen / Die Briefe an den Verleger Gustav Bruns (1848-1908) in Minden/Westf. dokumentieren das Ringen Spohrs um die Verbreitung der Ideen und schrift-stellerischen Leistungen Multatulis / Die Freundschaft mit Mimi Douwes Dekker (1839 - 1930), der Witwe Multatulis und der Förderin Spohrs, ist ein menschlich bewe-gendes Zeugnis von hoher moralischer Gesinnung und Kraft / Aufgenommen sind auch Briefe des Malers und Lebensreformers FIDUS (1868-1948) an den Verleger G. Bruns.
edition friedrichshagen 5
Wilhelm Bölsche - Was ich erstrebte, autobiographische Texte
hrsg. von Rolf F. Lang und Erik Lehnert

Das Manuskript der Autobiographie
von Wilhelm Bölsche verbrannte
bei einem Bombenangriff
im Jahre 1943 inmitten von Berlin.
Das vorliegende Buch ist der Versuch,
das Verlorene aus autobiographischen
Texten Bölsches zu rekonstruieren.
Damit wird der Lebensweg
Wilhelm Bölsches (1861-1939) von
seinem Geburtsort Köln über die Jahre
in Friedrichshagen bei Berlin bis
ins schlesische Schreiberhau
im Riesengebirge nachgezeichnet.
Es sind die Lebensstationen des
Naturschriftstellers, Kulturphilosophen
und Mitbegründers des legendären
"Friedrichshagener Dichterkreises".
ISBN 3-9806805-5-X
Vertrieb:
Kulturhistorischer Verein
Friedrichshagen e. V.
8,00 €
edition friedrichshagen 4
Emanzipation hinter Weltstadt: Adolf Brand und die Gemeinschaft der Eigenen.
hrsg. von Marita Keilson-Lauritz und Rolf F. Lang (edition friedrichshagen; 4)
Eine Ausstellung über Adolf Brand (1874-1945), Gründer und Herausgeber der ersten Homosexuellenzeitschrift der Welt "Der Eigene" in Berlin-Wilhelmshagen, Gründer der "Gemeinschaft der Eigenen", Enfant terrible der Schwulenbewegung.
Erstmals war - dank der Bereitwilligkeit von Leihgebern aus Deutschland und den Niederlanden - die Zeitschrift "Der Eigene" mit allen Jahrgängen und mit viel Hintergrundmaterial zu bewundern.
Der Katalog enthält neben einer Dokumentation der Exponate und Aufsätzen von Paul Snijders, J. Edgar Bauer, Manfred Herzer und Harry Oosterhuis, ein Interview mit Adolf Brands Nichte Margarethe und einen "Dielen-Bummel" durch die schwulen Lokale der zwanziger Jahre aus Brands Zeitschrift "Freundschaft und Freiheit". (Umschlagtext)
- Der Katalog zur Ausstellung: A5, 247 S., zahlr. s/w Abb., farb. Pergamentumschlag, brosch.
- Band 4 der Reihe edition friedrichshagen
- ISBN 3-9806805-4-1
- € 15.24
- Vertrieb: Kulturhistorischer Verein Friedrichshagen e.V.
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Inhalt
Aufsätze
Marita Keilson-Lauritz
Ein "eigensinniger" Aktivist hinter der Weltstadt oder: Schwierigkeiten mit Adolf Brand
J. Edgar Bauer
Der "Einzige" als "Eigener". Gelegentliche Thesen zu einer ideologischen Missdeutung Max Stirners
Paul Snijders
"Ein echter Schwuler schmeißt nix weg". Notizen eines Sammlers
Manfred Herzer
"Dunkel ist das Leben, ist der Tod". Verschwörungstheorien und
Suizidtabu bei Adolf Brand
Harry Oosterhuis
Adolf Brand und die Schwulenbewegung
Dokumentation
Besuche in Wilhelmshagen.
Gespräche mit Margarethe Brand
Luginsland: Dielen-Bummel
DIE AUSSTELLUNG [Exponate beschrieben u. z.T. ausführl. kommentiert]
Personenregister
edition friedrichshagen 3
Wenn Buben sich küssen
Wenn Buben sich küssen: 7 x 11 Gedichte aus der Zeitschrift "Der Eigene".
Ausgewählt, eingeleitet und kommentiert von Marita Keilson-Lauritz und Olaf n. Schwanke.
(edition friedrichshagen; 3)
- 131 S., mit Anmerkungen zu den Texten und Autoren von Marita Keilson-Lauritz
- A5, brosch., kart., s/w Pergamentumschlag - 8,59 €
- ISBN 3-9806805-3-3
- Vertrieb: Kulturhistorischer Verein Friedrichshagen
77 Gedichte aus der ersten schwulen Kunst- und Literaturzeitschrift der Welt. 77 Zeugnisse für das Lebensgefühl einer wichtigen Epoche schwuler Geschichte.
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Inhalt
Olaf n. Schwanke
Meine "eigene" Einleitung 7
I
Die Freuden, die wir leiden 11
II
Tolle Lust 25
III
Jetzt gerade! 41
IV
Liebe Jungs 57
V
Schmetterling der Nacht 71
VI
Und der Engel war ein Junge 87
VII
Ich lieb dich noch - Ich lieb dich noch 101
Anmerkungen zu den Texten und Autoren 115
Edition Friedrichshagen 2
Bruno Wille: Aus Traum u. Kampf
Mein 60jähriges Leben (Reprint)
mit Biographie und Bibliographie
Herausgegeben von Rolf F. Lang und Erik Lehnert im Auftrag des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen e.V.
© Müggel-Verlag Rolf F. Lang, Berlin-Friedrichshagen 2000
- VI + 96 Seiten
- 3 Abb., s/w
- kartoniert, mit Schutzumschlag, A5
- Preis: 7,57 €
- ISBN 3-9806805-1-7
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Die Lebenserinnerungen des Schriftstellers Bruno Wille (1860-1928).
Gründer der
Freien Volksbühne, Mitglied des Friedrichshagener Dichterkreises und Protagonist der Freireligiösen Bewegung -
als Reprint in der Reihe "edition friedrichshagen" - mit einem Nachwort, einem Essai und einer Bibliographie.
Edition Friedrichshagen 1
Fidus - Hugo Höppener,
Tagebuch Januar bis Juli 1945.
Herausgegeben von Rolf F. Lang im Auftrag des Kulturhistorischen Vereins Friedrichshagen e.V.
© Müggel-Verlag Rolf F. Lang, Berlin-Friedrichshagen 1999
- 198 Seiten
- 9 Abb., s/w
- Anmerkungen
- kartoniert, A5
- Preis: 12,68 €
- ISBN 3-9806805-0-9
Hier finden Sie
Textauszüge des Tagebuches.
Hier können Sie
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