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Emanzipation "Hinter der Weltstadt".

Porträt Adolf Brand Eine Ausstellung über Adolf Brand und die "Gemeinschaft der Eigenen"
vom 7. 10.-17.11.2000 in der "Zeit-Galerie" Friedrichshagen,
Scharnweberstr. 59 in 12587 Berlin.


Mit finanzieller Förderung durch die Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten, das Kulturamt Köpenick und die Universität Siegen.

Der Friedrichshagener Kulturhistorische Verein präsentierte auf 120 qm vom 7. Oktober bis 17. November 2000 in Friedrichshagen eine Ausstellung über Adolf Brand, seinen Verlag, seine Zeitschrift Der Eigene und deren Mitarbeiter und Leser.
Die Anfänge der Emanzipation der Männerliebe und des Kampfes gegen den § 175 (die Anfänge also dessen, was heute Schwulenbewegung genannt wird) liegen gut hundert Jahre zurück. Daß diese Anfänge nicht nur in der Weltstadt Berlin sondern zu einem guten Teil "Hinter der Weltstadt" beheimatet waren, nämlich im Friedrichshagen benachbarten Wilhelmshagen, wird hier dokumentiert.







Antiquariat Ilgner

antiquariat.ilgner@freenet.de
Tel. 05427/922774
Fax: 05427/922775

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Berliner Morgenpost über die Adolf Brand-Ausstellung

"HIRSCHFELDS GEGENSPIELER: eine Ausstellung über Adolf Brand korrigiert die Anfänge der Schwulenbewegung."

Adolf Brand (1874-1945) gilt als einer der farbigsten, umstrittensten und militantesten Aktivisten der deutschen Homosexuellenbewegung vor dem Zweiten Weltkrieg. Nicht nur wegen seiner öffentlichen Aktionen. Von 1896 bis 1932 gab er in Berlin-Wilhelmshagen die erste Homosexuellenzeitung der Welt mit dem Namen "Der Eigene" heraus - eine Literatur- und Kulturzeitung, die neben Klassikern auch homoerotische Gedichte und Erzählungen sowie Texte zu sozialen und politischen Aspekten der 'Männerliebe' publizierte.
Doch sowohl Brand als auch seine Zeitschrift sind heute nahezu unbekannt. Der Kampf um die Emanzipation von Homosexuellen ist in Berlin vor allem mit dem Namen des Sexualforschers und Arztes Magnus Hirschfeld (1868-1935) verbunden. Die Ausstellung in Berlin-Friedrichshagen geht nun gegen das Vergessen an. 'Beide haben für die Emanzipation gekämpft. Hirschfeld mit den Waffen der Wissenschaft, Brand mit den Waffen der Kunst', sagt die niederländische Literaturwissenschaftlerin [und Autorin der Ausstellung] Marita Keilson-Lauritz. Und nur mit beiden zusammen sei das Bild über den Ursprung der Schwulenbewegung vollständig."
(Lars-Broder Keil in der Berliner Morgenpost vom 9. Oktober 2000)

Die Autorin des Projekts

Dr. Marita Keilson-Lauritz

Vita


Dr. Marita Keilson-Lauritz


Symposium zu Adolf Brand

7. Oktober

Zeit-Galerie Scharnweberstr. 59, Friedrichshagen


Olaf n. Schwanke (Siegen) liest Gedichte aus Dem Eigenen

8. Oktober

Fortsetzung des Symposiums vom Vortag im "Museum der deutschen Lebensreformbewegung" Woltersdorf (Fidushaus)